18.03.2008 Norther & Turisas im MarX


Am gestrigem Dienstag ging im Marx (Die „kleine“ Markthalle) die Post ab. Wie man der Überschrift überdeutlich entnehmen kann, haben Norther und Turisas sich mal wieder, in Hamburg, die Ehre gegeben. Ich war mit scrow Live dabei, und wir beide möchten unsere Eindrücke sehr gerne mit euch teilen.

*UPDATE* Bilder vom Abend online - Konzert Gallerie

Stobo:
Am Dienstag den 18.03.08 gegen 20:15 mitteleuropäischer Zeit haben sich drei tapfere Gestalten am Hamburger Hauptbahnhof versammelt um das MarX zu stürmen.
Die Rede ist von.. scrow, mir und dem werten Thorsten *greetz^^*. Circa um 20:30 standen wir auch schon vor der Bühne und beobachteten das Treiben des Roadies, bis schliesslich um ~21:10 Norther angefangen haben zu spielen. Die Combo rund um Petri Lindroos waren auf der Eintrittskarte als „Special Guest“ angekündigt und dieser Rolle wurden sie auch durchaus gerecht. Leider hab ich mir das neue Album noch nicht ausgiebig zu Gemüte geführt und kannte daher nicht jedes Lied, aber die meisten doch ^^ Gleich der zweite Track (Down) hat die Menge gut aufheizen lassen, aber richtig los ging es erst als „Unleash Hell“ aus den Boxen dröhnte. Den Siedepunkt erreichte die Stimmung beim neuem Song „We Rock“, und dieser hielt sich auch über „Death Unlimited“. Im Großem und Ganzen haben Norther auf jeden Fall eine sehr gute Performance abgeliefert, und den Weg für ein Fest mit Turisas geebnet ^^ Ich muss zugeben, dass ich leider nicht allzuviele Songs von Turisas vorher wirklich gehört habe, und konnte daher die Tracklist nicht wirklich verfolgen. Dies hat meinen Spaß aber keineswegs gemindert, denn die Stimmung war einfach herrlich. Das MarX war nun gerammelt voll und die Belüftung schlecht wie immer, aber sobald Turisas in die Saiten bzw. ins Akkordeon gehaun hat war mir das sehr egal. Wie immer fast nur mit Tierfellen (Ich denke mal Imitate o.o) bekleidet, haben sie mit einer Mischung aus Viking Metal und Humppa (Finnischer Folk) gnadenlos die Nackenmuskeln und auch alle anderen Körperteile der schwitzenden Fans zur Bewegung animiert. Zwischen den Songs war immer wieder Zeit für eine gehörige Portion TrashTalk des Sängers Mathias „Warlord“ Nygård, der dadurch die Stimmung zusätzlich angeheizt hat. Der letzte Song war, wie nicht anders zu erwarten „Metal Battle“ (Den kannte ich!!), und hat einen würdigen Abschluss des Konzerts gebildet. Leider kann ich nicht mehr zur Tracklist sagen, weil ich wirklich nicht viele Songs von Turisas kannte :/ Das wird sich aber ab jetzt mit Sicherheit ändern ^^ Nachdem sich meine Mitstreiter noch mit Tshirts, und ich mich mit genügend Flüssigkeit, versorgt haben sind wir gemütlich wieder gen Bahnhof geschlendert und waren uns ziemlich einig.. Dieses Konzert war… EPIC!!! ;D
Nun zum Bericht des Mitstreiter des Abends:

scrow:

Hallo Leute,
wie mein Mitstreiter des Abends, Stobo, schon sehr treffend einleitete begab es sich am vergangenen Dienstag den 18.03.2008 im Marx, dass sich zwei Größen des finnischen Metal trafen, um die Luft dampfen zu lassen. Nun, im Marx ist es eher… die Luft mit Schweiß zu füllen. Aber dazu später mehr.

Soweit ich erinnere begannen Norther recht pünktlich gegen 21 Uhr mit ihrem Auftritt.
Zunächst ein paar Worte zu Norther: Norther wurden 1996 durch Petri und einen Mitstreiter gegründet. Damals waren sie noch als Requiem bekannt.
Petri Lindroos werden viele wahrscheinlich eher als Mitglied von Ensiferum kennen. Zu diesen stieß er aber erst im Jahre 2004.
Aber nun zum Gig selbst.
Petri und seine Mannen zockten ihr 45 minütiges Programm souverän ein. (Appropos Programm: Norther hießen laut Markthallen Proggy „Nother“.) Die technischen Bedingungen waren für Marx-Verhältnisse gut, hätten aber besser sein können. Meiner Empfindung nach waren einige Vocals schlecht zu verstehen.
Die Kommunikation des Norther-Fronters mit dem Publikum, welches immer wieder nach bestimmten Songs verlangte, war sehr direkt und persönlich, was mir sehr gut gefiel. Auch wenn meine Kenntnis der Songtitel noch eingeschränkter ist als die Stobos, und ich so nicht wirklich beurteilen kann, ob die Setlist hätte “besser“ sein können.
Petri, welchen ich bereits als Fronter bei Ensiferum als sehr charmant und positiv empfunden hatte, bestätige dieses Bild während des dienstäglichen Gigs.
Die ersten zwei oder drei Tracks erzeugten noch relativ wenig Bewegung, aber spätestens zum vierten Song brannte die Luft. Das Publikum kam in Bewegung und war bis zum Ende des norhteristischen Auftrittes kaum mehr zum stillstand zu bewegen.

Bis hierher gefiel mir der Abend bereits sehr gut.

Es war also ~ 22 Uhr, einige Menschen verließen den Saal (jaha. Dieses Wort ist mit gewisser Ironie gewählt), meine beiden Begleiter des Abends verließen ihn auch, aber nur um endlich für Flüssigkeitsnachschub in Form von Gerstensaft bzw. Sprite-Korn zu organisieren.

Als Turisas mit ihrer ’klassischen’ Battle Metal Kriegsbemalung die Bühne eroberten war die Menge bereits völlig aus dem Häuschen. Das Programm selbst strotzte vom ersten Moment an Energie und Geschwindigkeit. Auch Turisas Fronter kommunizierte mit dem Publikum. Spätestens, als dieser sein Bier trank, und nebenbei auf Manowar (und ihrer Art Bier zu trinken) herumhackte (und das mir als Manowarfan, der sogar mit Manowarshirt auf diesem Konzert aufgelaufen war..), woraufhin das Publikum „Bier her, Bier her, oder ich fall um“ skandierte. Der Sängerknabe, welcher nun mal auch ein Finne ist, verstand vom Sinn und Inhalt dieser Worte wahrscheinlich nicht viel mehr als „Bier“.
Die Kapelle bewies auf jeden Fall Können als Musiker indem sie zu dem Chorus eine passende Melodie und einige harte Riffs improvisierte und den Song zu einem der Hits des Abends machte. Abgesehen von Dingen wie „Battle Metal“ welche zum Standart-Party-Programm der Band gehören wie einige Humpaa Einlagen.
Mein persönlicher Hit des Abends war klar Rasputin von den Turisas. Wie ich zugeben muss, kannte ich den Song zuvor nicht. Er ging mir aber sofort in’s Ohr. Treibender Sound, und eingängige Melodien. Eigentlich fehlte nur noch ein zünftiger Kosackentanz.

Auf Grund der Größe des Marx, seiner mangelnden Klimatechnik und einem komplett ausverkaufen und gefüllten Saales tropfte der Schweiß des Pöbels von der Decke. Auch Mathias „Warlord“ Nygård und seine Mannen, welche in ihren Fellen und Rüstungen weitaus wärmer gekleidet waren als die Fans litten unter den Temperaturen. Ihre Gesichtszeichnungen verloren zusehens an Konsistenz, und zerliefen regelrecht.

so long..
scrow

Links:
Norther HomePage
Turisas HomePage

Eine Antwort zu “18.03.2008 Norther & Turisas im MarX”

  1. Der Artikel ist noch nicht vollständig, es kommen noch Bilder und ein zweiter Text. Aber so kann man sich schonma anschaun wie das allgemein werden soll ^^ hf

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