Children of Bodom – Blooddrunk

Blooddrunk – Dies ist der Name der neuen Children of Bodom Platte, welche seit dem 11.04.2008 nun endlich auch für die deutschen Fans im Handel erhältlich ist. Drei lange Jahre, haben die Fans auf das nächste Werk der finnischen Metal Combo warten müssen, und nun ist es soweit. Ich habe mir das Album mittlerweile äußerst intensiv zu Gemüte geführt, und würde meine Meinung über eben jenes, gerne mit euch teilen. Bevor ich direkt aufs Album eingehe, erst einmal ein paar Infos über die Band:

Children of Bodom

Gründungsjahr: 1993 (Unter dem Namen „Inearthed“)

Discographie:CoB

1997: Something Wild
1999: Hatebreeder
2000: Follow the Reaper
2003: Hate Crew Deathtroll
2005: Are you dead yet?
2008: Blooddrunk

Aktuelles Lineup:

Alexi „Wildchild“ Laiho (Vocals, Gitarre)
Roope Latvala (Gittare)
Jaska Raatikainen (Schlagzeug)
Janne Viljami „Warman“ Wirman (Keyboard)
Henkka „T. Blacksmith“ Seppälä (Bass)

Review:

Wenn man an diesen Tagen die gängigen Metal Foren durchstöbert und dort nach Meinungen zum neuem Werk von Children of Bodom sucht, dann stellt man eins wie so oft fest: die Meinungen gehen weit auseinander. Während die einen sehr zufrieden und glücklich mit der neuen Silberscheibe sind, so sind die anderen abermals enttäuscht darüber, dass sich die Jungs aus Finnland stur weigern sich in irgendeiner Art und Weise „weiterzuentwickeln“ bzw. ihrem typischen Sound neue musikalische Akzente beizumischen. Ich für meinen Teil gehöre eher zu den zufriedenen Sorte, ohne aber außen vor zu lassen dass „Blooddrunk“ in der Children of Bodom Diskographie insgesamt für mich eher zu den durchschnittlicheren Alben zählt. Was ich als sehr positiv empfinde, ist dass im Vergleich zu „Are you dead yet“ wieder mehr Wert aufs Keyboard gelegt wurde, und dadurch Songs wie Blooddrunk und Tie my Rope mit sehr glorreichen Keyboard Intros versehen wurden. Gerade Blooddrunk ist für mich einer der besten Songs, der Chorus geht schnell ins Ohr und dem Blooddrunk Schrei kann ich mich schwer entziehen (Paralelle zu Bloodshed?^^). Ein sehr eingängier Song zum mitgrölen, welcher bestimmt in keinem Live Programm von Children of Bodom mehr fehlen wird. Ein Song, welcher meiner Meinung nach ebenso ganz oben mitspielt, ist Banned from Heaven der auch durch schöne Keyboard Elemente und sehr melodische Riffs glänzen kann. Soundtechnisch sehr beeindruckt hat mich der Song Smile Pretty for the Devil. Der Song weiß mit einem sehr genialem Gitarren Solo aufzuweisen, und auch hier findet der Keyboarder genug Platz um sich auszutoben. Wer auf Gitarren Solos steht wird auch mit One Day you will Cry seinen Spaß haben, hier wollen mich die Vocals aber nicht wirklich vom Hocker haun. Die härtere und schnellere Schiene schlägt die Band mit Stücken wie Roadkill Morning und Lobodomy ein. Hier werden die Riffs schneller und härter und das Keyboard rückt ein wenig mehr in den Hintergrund. Diese Songs passen sich dennoch sehr gut ins Gesamtbild des Albums ein.
An Geschwindigkeit mangelt es Hellbounds on my Trail auch nicht, und Alexi Laiho schafft es meiner Meinung nach mit seinen Vocals dem Stück nen ziemlich trashigen Sound einzuverleiben. Bisher unerwähnt blieb Done with Everything, Die for Nothing, der Song gibt mir persönlich nicht wirklich viel, für mich das schwächste Stück auf der Platte.

Insgesamt ist das Album für mich sehr schnörkellos und direkt, es fehlen mir persönlich ein wenig die absoluten Ohrwurm Knaller ala Sixpounder, Hate Me!, In your Face und wie sie alle heißen. Die Lyrics sind wie immer auch sehr direkt und laden nicht zu tiefgreifenden Interpretationen ein. Sie wirken aber auch nicht unüberlegt und sinnlos zusammengeheftet. Ganz typisch Children of Bodom also auch in diesem Bereich.

Obwohl das Album soundtechnisch schon ganz oben mitspielt, weil mir aber eben der Funken Außergewöhnliches, Einzigartiges fehlt, kommt das Album bei mir auf eine Wertung von 7/10.

Fazit: Nicht das von vielen erhoffte Meisterwerk aber trotzdem 100% CoB und ein Pflichtkauf für jeden Fan.

Eine Antwort zu “Children of Bodom – Blooddrunk”

  1. Gutes Album, aber das beste bleibt „Follow the Reaper“ glaube ich..

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